Miniserie: Städtereise mit Kleinkind – Ausflüge in Berlin

Als allererstes muss gesagt werden, dass ich nicht aus Berlin bin und auch dort noch nicht so oft war, dass man sagen kann, ich würde mich auskennen, im Gegenteil! Dieser Artikel ist aus Sicht einer Touristin geschrieben und ich würde mich freuen, wenn ihr mir für meinen nächsten Berlinbesuch weitere tolle Tipps geben könnt!

Selbstverständlich habe ich mich im Vorhinein informiert, was wir unternehmen könnten, habe Webseiten und Reisebücher (ja, das gibt es auch noch) gewälzt und mir Listen geschrieben. (Das liebe ich sowieso!) Anschließend habe ich alle Ausflugstipps mit dem öffentlichen Verkehrsnetz abgeglichen und konnte schon ein paar streichen, denn sie waren einfach zu weit entfernt.

Wichtig, es geht hier um eine Reise mit einem 15 Monate altem, nicht stillsitzen-wollendem Kleinkind und der Städtetrip sollte für alle schön werden. Aber nun geht es endlich los.

 1. Die Reichstagskuppel – für gut befunden

Hat man rechtzeitig von daheim aus einen Termin gebucht, kann man ganz gemütlich die Kuppel besuchen, ohne lang anzustehen. Die freundlichen Mitarbeiter geleiten den Kinderwagen-schiebenden-Menschen plus Anhang (also die ganze Familie) zu einem Aufzug, so dass man keine Treppen oder ähnliches steigen muss.

Zu Beginn bekommt man einen Audio-Guide zur Verfügung gestellt, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Für junge Menschen (ich würde sagen so bis 12 Jahre) gibt es eine Kinderversion von Bernd das Brot.

Für unsere Kleine war der Weg hoch in die Kuppel die schönste Rennstrecke und ganz oben wurde sie dann auch noch mit einem Klettergerüst, auch Sitzbank genannt, belohnt.Berlin - Reichstagskuppel

2. Schloss Charlottenburg – für super befunden

Wir waren zwei Mal beim Schloss, zwei Mal nur im Garten. Aber der Schlossgarten ist wunderschön. In vielen Teilen ist er naturbelassen, so dass es hohes Gras und viele Sträucher gibt. Von einer kleinen Brücke aus hat man fantastischen Blick aufs Schloss und um den See herum gibt es viele Bänke zum Verweilen. Obwohl es sehr heiß war, findet man dort genügend Schattenplätze und kann picknicken. Außerdem gibt es eine Schafherde, die dort ihr Zuhause hat, was bei unserer Kleinen natürlich super ankam.

Schloss Charlottenburg ist mit dem Bus direkt erreichbar.

Berlin Schloss Charlottenburg

3. Hackesche Höfe – sehr schön und nicht so viel los

Die Hackeschen Höfe sind mehrere miteinander verbundene Innenhöfe, in denen kleine Geschäfte ihren Platz gefunden haben. Man gelangt dort mit der U-Bahn leicht hin und kann vorher auf dem Hackeschen Markt Essen und Trinken oder ein paar schöne Kleinigkeiten shoppen.

In den Innenhöfen war deutlich weniger los, vor allem je weiter man hineingeht. Die Kleinen können dort ungestört rennen und springen und man muss sich keine Sorgen um den Verkehr machen. Kauft man dann noch (überteuertes) Eis, ist der Tag perfekt.

Außerhalb der Hackeschen Höfe gelangt man schnell ans Spreeufer mit Blick auf die Museumsinsel. Hier haben mehrere Bars Liegestühle aufgestellt und man kann, ebenfalls entfernt von der Straße, sich ausruhen und etwas essen. Wirklich empfehlenswert.Berlin Hackesche Höfe

4. Die Museumsinsel – ein großer Spielplatz

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir in keinem Museum waren, erstens weil wir erst abends dort hinkamen und zweitens, weil die Kleine davon doch nicht so viel hat. Aber es ist ebenfalls zum Verweilen wunderschön, kein Verkehr und so viel zu sehen.Berlin Museumsinsel

5. Das öffentliche Verkehrsnetz – Abwechslung pur

Wer wie wir aus einer mittelgroßen Kleinstadt kommt, ist fasziniert von dem Verkehrsnetz. Und obwohl es bei uns ebenfalls Bus und Bahn gibt, fand die Kleine es jedesmal spannend. Knöpfe drücken, auf Sitze klettern und sich an Schlaufen festhalten – wenn nichts mehr ging, sind wir und den Bus gestiegen. Und für uns Große war es natürlich auch  gut.

Die Busse, S- und U-Bahnen sind mit dem Buggy problemlos zu befahren und man braucht überall nur etwa 30 Minuten hin. (Wie die Stadt Berlin das macht, weiß ich nicht, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich überall hin eine halbe Stunde brauche, egal ob das 3 km oder 7 km entfernt ist.)

6. Der Zoo – das absolute Highlight

Wir sind in unserer Heimatstadt mit dem Stadtgarten verwöhnt, aber der Berliner Zoo hat es uns angetan und zwar so sehr, dass wir zwei Mal dort waren. Etwas teuer, dafür um so schnuckeliger und mit einer riesigen Artenvielfalt, ist der Zoo unser persönliches Highlight gewesen. Seitdem weiß die Kleine wie ein Pandabär isst und wie Geißböcke klettern.

Die Waldschänke ist nur eines der Restaurants dort, liegt jedoch direkt an einem Kinderspielplatz der toll für Größere und genial für Kleine ist. Seit April 2018 gibt es dort ein großes Kletterhaus, das perfekt für kleine Abenteurer zwischen eins und vier Jahren ist. Leicht abgegrenzt von der großen Sause und mit mehreren Spielmöglichkeiten hat unsere Kleine eine gute Stunde alleine dort gespielt. Und das ist in dem Alter doch unglaublich gut.

Der Zoo ist also eine tolle Oase in der Stadt und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch.

 

Liebe Grüße

Stehsternchen, das Fernweh hat

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