Wenn Pinterest nur noch Kinderkleider zeigt

Pinterest ist ein Spiegel der Seele, sagt man. Natürlich nicht, aber kaum ein Programm spiegelt unsere Interessen so wie Pinterest. Wurden mir vor ein paar Jahren noch Bilder von den schönsten Kuchen und Vorspeisen angezeigt, ging es über Interieur und Frisuren schleichend zu meinem momentanen Hobby. Öffne ich die App, so sehe ich auf Anhieb wunderschöne Romper und T-Shirts, in bunten Farben, mal aus Jersey, mal aus Leinen. Natürlich denke ich bei jedem Teilchen, dass ich das unbedingt haben möchte – selbst genäht – und so sitze ich in vielen Momenten des Mittagsschlafes der Kleinen in meinem Nähzimmer, Pinterest neben mir, und grüble, wie mein Ergebnis genauso schön wird.

Ich habe mir dieses Bild (Klick) zum Vorbild genommen und bin bin mit Ergebnis richtig zufrieden! Der Stoff ist wieder der wunderbare Leinenstoff vom Händler meines Vertrauens, der noch mal Nachschub für mich hatte!

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Strampler aus Musselin und Leinen und ein Minitutorial für Taschen

Wieder einmal habe ich den Harem Romper von Brindille & Twig vernäht, wieder einmal bin ich total verliebt in den Schnitt. Dieses Mal sind es Strampler für zwei Neugeborene kleine Babyjungen, die gerade erst das Licht der Welt erblickt haben und hach, ich könnte immer eine Träne der Rührung verdrücken, wenn ich an dieses Wunder denke.

Ich habe hier schon einmal über meine Erfahrungen mit Brindille & Twig berichtet und muss dazu daher gar nicht mehr viel sagen. Dieses Mal habe ich nur den Schnitt in der Größe angepasst. Als amerikanischer Schnitthersteller werden im Schnittmuster Größe 52 und 62 angeboten, da ich aber eine 56 haben wollte, habe ich Pi mal Daumen dazwischen geschnitten. Ich hoffe, das hat hingehauen, aber bisher haben sich die Mamis nicht beschwert. (Die Babys haben mal geweint, aber das nehme ich an dieser Stelle nicht persönlich.)

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Wie man vielleicht schon entdecken konnte, liebe ich bei Kindersachen Taschen auf dem Oberteil. Kleine, runde oder eckige Taschen die niemand braucht und trotzdem so gut aussehen. Bei runden Taschen behelfe ich mir mit einem kleinen Trick.

Minitutorial Tasche nähen

  1. Um die Rundung ordentlich hinzubekommen, habe ich mir Schablonen aus Pappe zugeschnitten und lege diese auf das Stück Stoff.
  2. Anschließend nähe ich mit einer sehr weiten Stichlänge, bei mir 4 oder 5, um die Pappe herum. Das muss nicht ordentlich sein, wichtig ist nur, dass zwischen Pappe und Naht ein guter Zentimeter Abstand besteht und die Naht weder am Anfang noch am Ende verriegelt wird.
  3. Anschließend ziehe ich an einer Seite am Oberfaden, raffe damit den Stoff und dieser legt sich um die Vorlage herum. Weit überschüssigen Stoff kann man an dieser Stelle abschneiden, sollte aber hier nicht zu knausrig sein, sonst wird das Nähen später schwieriger.
  4. Zieht man anschließend die Tasche vorsichtig von der Vorlage herunter, kann man sie direkt in Form auf das Oberteil legen und annähen. Zu Beginn meiner noch kurzen Nähkarriere habe ich die Tasche immer mit Wondertape befestigt, jedoch ist mir das mittlerweile zu frimmelig und geht auch so.

Wie bei meinen meisten Kleidungsstücken habe ich mich auch hier an einen neuen Level herangewagt. (Denkt euch einen kleinen Trommelwirbel!) Knopflöcher!!! Und zwar ohne richtigen Knopflochfuß und Knopflochautomatik! Jahaaa! Eine Anleitung, wie das geht, habe ich mal wieder bei Anna von einfach Nähen gefunden und sie hat recht, so schwer ist das gar nicht.

47ECBB91-2DC0-4892-A4EF-F6E670086BD3Mein „nicht-richtiger“ Knopflochfuß kann, dank meines fehlenden Anwendungswissens, nur die Länge eines Knopfloches anzeigen, zu mehr habe ich ihn nicht gebracht, aber das macht gar nichts. Da Anna, wie oben schon geschrieben, das vorzüglich erklärt, kommt von mir nur die Kurzversion. Ich habe eine Naht mit sehr schmalen, engem Zickzackstich genäht, dann die Nadel verstellt und den Zickzackstick verbreitert um das Knopfloch zu begrenzen (ganz wichtig ist da das Handrat und Geduld!) und anschließend wird wieder mit kleinem Abstand zurückgenäht, so dass das Knopfloch entsteht. Und hier geht es direkt zu Einfach Nähen: Klick

8873DBFE-6AA0-4792-817E-60038E47FD01Ich habe die Knopflöcher nur ca. 15 Mal geübt, bis ich an den Overall bin, um sie dann beim ersten Overall 0,5 cm zu klein zu machen. Wie das eben so ist, haben dann meine Holzknöpfe nicht mehr durchgepasst und ich musste auf andere ausweichen. Glücklicherweise hatte ich sowieso ein neues Projekt in der Schublade liegen, nämlich die überziehbaren Knöpfe von Snaply, doch darüber werde ich demnächst berichten.

4F7C08F0-AEC6-4EF1-B3FE-EBA543C25BB8Der zweite Overall hat dann die Holzknöpfe bekommen, schön mit der Maschine angenäht!

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Beide Strampler sind aus einer Kombination von Musselin und Leinen genäht. Musselin ist ja sowieso der Dauerbrenner unter den Stoffen für Babys und Leinen ist auch immer mehr am kommen. Beide Stoffe sind schön leicht und luftdurchlässig und daher bestens geeignet für den Sommer und noch dazu sind sie ganz weich auf Babys Haut!

So kleine Kleidungsstücke sind schon immer wieder süß, findet ihr nicht auch?

Liebe Grüße

Stehsternchen (die hofft, dass bald noch mehr Babys geboren werden, damit sie wieder Babysachen nähen kann)

Missy, Instagram und Adidas

Alles begann mit einem langen Abend auf Instagram… Beim Rumstöbern auf verschiedene Profilen fiel mir ein wunderschöner Pullover ins Auge. Und dann? Wahrscheinlich (hoffentlich) kennt ihr das auch, ihr seht etwas und denkt sofort: „Das will ich haben!“ Mir passiert das leider recht oft, so auch diesmal, ich bin wohl ein klassisches Opfer der Werbeindustrie, aber das ist schließlich ihr Job. Seitdem ich allerdings nähe lässt sich wenigstens das Schöne (das neue Kleidungsstück) mit dem Schönen (dem Hobby Nähen) verbinden. Also eine echte Win-Win-Situation!

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Nähanleitung: Einen Baldachin selbst nähen

Kennt ihr den Film „Liebe braucht keine Ferien“ mit Jude Law und Kate Winslet? Immer um die Weihnachtszeit überkommt es mich und ich muss diesen Film schauen! In einer Szene legt sich Jude Law mit seinen zwei Töchtern und Cameron Díaz unter einen wunderschönen Baldachin im Kinderzimmer – und da war es um mich geschehen – ich wollte in unserem Kinderzimmer ebenfalls ein Baldachinzelt haben. DCBBF961-FCF1-44F7-875E-53BBAD6E24B7

Schaut man sich auf Instagram oder Pinterest um, so hat man das Gefühl, dass jedes Kinderzimmer einen Baldachin haben muss und obwohl man diese bei verschiedenen Händlern bekommt, hatte ich mir das Projekt als allererstes Nähprojekt, abgesehen von Kleidung, vorgenommen. Gesagt, getan – Nähmaschine bei Mama ausgeliehen (sie steht 1,5 Jahre später immer noch hier, also die Nähmaschine, nicht die Mama) und Stoff gekauft. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, jedoch viel Vorstellung und falls es euch ähnlich geht, erkläre ich hier wie mit ein wenig (besser viel) Stoff und ein bisschen Mathematik ein Baldachin entsteht. „Nähanleitung: Einen Baldachin selbst nähen“ weiterlesen

Eine Übergangsjacke mit neuen Herausforderungen

Obwohl ich nun schon einige Kleidungsstücke für die Kleine, für Freunde und auch für mich genäht habe, fühle ich mich trotzdem noch recht unerfahren und so versuche ich, bei jedem neuen Stück auch eine neue Herausforderung anzugehen. Zu Beginn waren das z.B. Bündchen, dann kamen unter anderem Reißverschlüsse (mit denen ich noch immer nicht warm geworden bin) und dieses Mal war es ein beschichteter, regenabweisender Jackenstoff.

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Plotten ohne Plotter

Näht man Kinderkleidung und treibt sich ein wenig in den sozialen Medien herum, kommt man um das Thema Plotter und plotten einfach nicht herum – es gibt so tolle Plottdateien zu kaufen und kann damit aus schnörkellosen Kleidungsstücke ganz besondere Einzelstücke zaubern. Und schon hat man einen weiteren Punkt für Interieur auf der Wunschliste für das Nähzimmer.

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Schon wieder eine Karla

Man könnte fast meinen, ich hätte nur zwei Schnitte daheim, eine Missy und eine Karla, dem ist nicht so – trotzdem gefällt mir die FrauKarla von schnittreif so gut, dass ich mir gleich mehrere Exemplare genäht habe. Dieses Mal jedoch habe ich etwas mit dem Schnitt gespielt – hier und da etwas verändert und angepasst, aber  „Schon wieder eine Karla“ weiterlesen

Aus Tür wird Garderobe – DIY

Ein Haus mit Schätzen

Vor mittlerweile vier Jahren haben wir ein altes Haus mit Scheune gekauft, leider beides so baufällig, dass wir abreißen mussten. Noch vor dem Abriss habe ich jedoch einige Schätze (und Sachen, die sich als Nicht-Schätze herausgestellt hatten) gerettet und eingelagert, für den Fall, dass die kreativen Ideen nur so fließen.

Einiges habe ich schon verarbeitet, für manches fehlt mir die Idee, aber ich weiß, dass ich es noch brauche. Vielleicht habt ihr Ideen? Aber davon weiter unten.

Der Ziegenstall

Die Tür des früheren Ziegenstalls hat jedenfalls den Weg in unser Haus geschafft und steht im Eingangsbereich als Garderobe für die täglich genutzten Jacken. Vor der Verwendung musste sie ein wenig begradigt und abgeschliffen werden, damit sie dann weiß gestrichen werden konnte. Solche Arbeiten übernimmt bei mir mein Schwiegervater. „Aus Tür wird Garderobe – DIY“ weiterlesen